Verbot der religiösen Beschneidung: Ein wichtiges laizistisches Zeichen

Religion ist PrivatsacheWien (OTS) – Als “wichtige und längst fällige Weichenstellung” wertet die “Initiative Religion ist Privatsache” das jüngste Urteil des Landesgerichts Köln gegen die religiös motivierte Beschneidung von Minderjährigen.

Vorstandsmitglied Heinz Oberhummer in einer ersten Reaktion dazu: “Körperverletzung ist Körperverletzung und Kinder können von dem Genuss der Grundrechte nicht ausgeschlossen werden. Und schon gar nicht aus religiösen Gründen”.

Unmittelbare Auswirkungen für die Rechtslage in Österreich ortet Oberhummer jedoch nicht. “Die österreichische Gesetzgebung hat bisher alles unternommen, um die religiöse Bevormundung von Kindern zu fördern. In einem Land, das die religiöse Erziehung von Kinder mit öffentlichen Mitteln finanziert, in dem zweieinhalb-jährige Kinder gezwungen werden, unter dem Kreuz den öffentlichen Kindergarten zu besuchen oder Schüler verpflichtet werden, einen oft religiös geprägten Ethikunterricht zu besuchen, nur weil sie nicht zum Religionsunterricht gemeldet sind, wird ein Beschneidungsverbot vermutlich noch länger auf sich warten lassen”.

Pessimistisch sei Oberhummer jedoch nicht: “Mit diesem Urteil wurde immerhin ein wichtiges Zeichen gesetzt, das langfristig ein Umdenken bewirken wird. Und davon wird die Babytaufe auch nicht auszunehmen sein”.

Quelle: OTS-Presseaussendung

ZiB24-Bericht zum Thema mit dem Beitrag der Initiative: http://tvthek.orf.at/programs/1225-ZIB-24/episodes/4246947-ZIB-24/4246959-Urteil-in-Koeln–Beschneidung-ist-Koerperverletzung

ORF: http://www.orf.at/stories/2127978/2127986/

“Süddeutsche Zeitung”: http://www.sueddeutsche.de/panorama/urteil-zu-beschneidung-muslime-und-juden-reagieren-empoert-auf-unerhoerten-akt-1.1394663

“Kleine Zeitung”: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3052891/beschneidung-minenfeld.story

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