Ethik versus Religion. Ein Streitgespräch.

Der Ethikunterricht sorgt derzeit wieder für politische Diskussionen. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) kündigte an, bis Jahresende Konzepte für einen verpflichtenden Ethikunterricht für alle Schüler vorzulegen. Was Schmied nicht möchte, „ist ein Entweder-oder“, sprich: dass nur jemand, der sich von Religion abmeldet, in Ethik wechseln muss. Genau dieses Modell entspricht aber den Vorstellungen der ÖVP. Diese will den derzeitigen Schulversuch – Religion als alternativen Pflichtgegenstand – ins Regelschulwesen überführen. Ethik soll dann nur für jene Schüler verpflichtend sein, die keinen Religionsunterricht besuchen.

Andrea Pinz (50) ist Fachinspektorin für katholischen Religionsunterricht an AHS am Erzbischöflichen Amt für Unterricht und Erziehung.

Niko Alm (37) ist der Vorsitzende der „Konfessionsfreien“. Hauptanliegen ist die Trennung von Staat und Kirche.

Michael Jahn ist Direktor der Ethik-Gründerschule Borg Hegelgasse im ersten Wiener Gemeindebezirk. Seit 15 Jahren wird Ethik dort als alternatives Pflichtfach angeboten. Jahn ist Lektor für Sportethik (Uni Wien).

Daniel Perschy (21) ist der neue Vorsitzende der ÖVP-nahen Schülerunion. Er studiert Betriebswirtschaft an der WU Wien.

http://diepresse.com/home/bildung/bildungallgemein/1288227/Es-besteht-Gefahr-dass-die-Religion-in-den-Hinterhof-wandert

“Niko Alm: Ich sehe das anders. Religion wird mit Ethik sehr oft vermischt. Ich glaube, dass die Dinge nichts miteinander zu tun haben. Man sollte die Frage, ob es Ethikunterricht braucht, genauso beurteilen, wie man es beim Schulfach Sport oder jedem anderen Fach tun würde. Und wenn Ethikunterricht, dann für alle verpflichtend.”

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