Reaktion auf Hofers »So wahr mir Gott helfe!«

Wenn man bedenkt, wie sehr Heinz Fischer ein Präsident für die Gläubigen unseres Landes war, obwohl selbst Agnostiker! Hofer kann unmöglich auch der Präsident für über zwei Millionen Konfessionsfreie dieses Landes sein!

Wenn es eines Beweises bedurfte, dann ist er hier erbracht: Die FPÖ ist unter den österreichischen Parteien die ideologisch archaischste, die alle gesellschaftlichen Fortschritte bekämpft. In diesem Fall die Trennung von Staat und Religion. Hofer – ein kleiner, anti-säkularer Erdogan?

Wie immer artikuliert sich die FPÖ in Codes, die man als »normaler« Mensch überliest, während die hinterfotzigen Herrn Karls dieser Welt jedoch die Schlitzohrigkeit des Codes genießen, wähnen sie sich doch als »Eingeweihte«, wunschgemäß auch als »Geweihte«. Ich darf als Kenner der Szene übersetzen: »Ich weiß, dass ihr genauso wenig mit Gott am Hut habt, wie ich, aber wir müssen ja irgendwie zusammenhalten. Wir verstehen Euch ja so gut! Wir haben die gleichen stockkonservativen Werte. Wie sagte doch der mächtige Kölner Kardinal so richtig? „Wir sind nicht besser als die anderen, aber unser Gott ist es!“. Na also, das ist die Lizenz zur großflächigen Verachtung der »Anderen«, die den Gekränkten so gut tut!«

Religion ist einfach die Heimat der Gekränkten!

Da eignet sich die Religion seit Jahrhunderten am besten, denn die ist politisch immun. Da lässt sich totalitäres Gedankengut noch ansprechend hübsch verpacken, ohne dass es auffällt. Die Nazis haben die Kirche auch nicht gemocht, aber zum Manipulieren reichte es allemal. Und diese Lizenz zum faschistoiden Geplänkel wird von uns allen noch mit Milliarden gefördert.

Verlogener geht es nicht. Religion raus aus der Politik!

Gerhard Engelmayer

This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>