Frohes Wintersonnenwendfest – Mithras ist geboren

Markus Arch

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Von Markus Arch: http://markusarch.posterous.com/frohes-wintersonnenwendfest-mithras-ist-gebor 

Bald ist es wieder soweit, Weihnachten steht vor der Tür. Für viele heißt das ja, Zeit mit der Familie und/oder dem engsten Freundeskreis verbringen, gut zu essen und zu trinken und – natürlich – Geschenke. Haben durch die Kommerzialisierung des Festes wahrscheinlich die meisten vergessen, aber zu Weihnachten soll auch der Sohn Gottes geboren worden sein. Oder? 

Tatsächlich ist es so, dass das Christentum Weihnachten erst ungefähr im vierten Jahrhundert nach Christus eingeführt hat. Jedes Jahr Ende Dezember haben viele Kulturen bereits vorher gefeiert, nämlich das so genannte Wintersonnenwend- oder auch Lichtfest. Das Christentum hat diesen Kult einfach adaptiert und für eigene Zwecke umgedeutet. Wie immer, eigentlich. Jedefalls wurde die Geburt Christi zu Weihnachten dann zum Dogma erklärt. 

Ursprünglich ging es den Christen nicht um die Verehrung von Jesus oder irgendwelche Feiern. Da sie mit dem baldigen Ende der Welt rechneten bereiteten sie sich mit ihrer asketischen Lebensweise darauf vor. Zu ihrem Bedauern blieb der Weltuntergang aber aus und sie mussten sich eben was einfallen lassen. Im damaligen römischen Reich griff etwa 70 Jahre vor unserer Zeit ein neuer persischer Kult um sich, der Mithras-Kult. Schau’n wir mal: 

“Der Mithraskult kannte die sieben Sakramente mit der Taufe, Firmung und Kommunion. Frömmigkeit und Nächstenliebe, Keuschheit und Askese waren in der Mithrasreligion eine große Tugend. Die Gläubigen nannten sich “Brüder”, die an die Lehre der Dreifaltigkeit glaubten und die Messe mit einem Kreuzzeichen versehten Hostien und Weihwasser zelebrierten. Sie glaubten an die Unsterblichkeit der Seele, an das letzte Gericht und die Wiederauferstehung und verehrten Mithras als Heiland und Erlöser. Seine Anhänger glaubten, dass er einst wiederkehren würde, um über die Lebenden und die Toten zu richten.” 

Mithras wurde übrigens am 25. Dezember geboren…Jedenfalls mussten die Christen etwas unternehmen um ihre Machtposition auszubauen und um die Leute von Jesus zu überzeugen… 

“Der Kaiser Theodosius (379-395) erklärte das Christentum zur Staatsreligion und brachte damit den Stein des künftigen Genozids ins Rollen. Die immer mächtig werdende Kirche dämonisierte die heidnischen Riten, stieß aber auf wenig Verständnis in der Bevölkerung, die noch immer an ihren traditionellen Göttern hing. Darauf hin machte die Kirche den taktischen Schachzug, die bestehenden Traditionen mit in die eigene Rituale zu integrieren und sie zu assimilieren.” 

Na dann. Mithras wurde also zu Jesus. Oder Jesus zu Mithras. Wie auch immer. Dass die alten Römer um diese Zeit herum das Friedensfest feierten, wo vor allem Armen und Sklaven gedacht wurde, passte den damaligen Christen auch ganz gut in den Kram. 

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Die Kirche hat somit kein Monopol auf dieses Fest, weswegen es auch Jeder feiern können sollte, egal welcher Religion er angehört. In Österreich hat Weihnachten ohnehin schon fast seine religiöse Bedeutung verloren. Finde ich auch gut so. Ein gemütliches Familienfest ist auch besser als ein religiöses Fest, zelebriert und durchgeführt von den Mithras-Jüngern….Verzeihung, ich meinte natürlich den Jesusjüngern. Letztendlich auch egal ob Jesus, Mithras, Santa Claus, das unsichtbare rosafarbene Einhorn, Godzilla oder was auch immer da geboren worden sein soll. Jeder hat wohl das Recht ein Familienfest zu feiern, wofür braucht man dazu Religion? 

Kurze Frage noch: Wieso läuft man wie ein blindes Huhn zu Weihnachten und Ostern in die Kirchen, obwohl man den Rest des Jahres auf die Kirchenfürsten schimpft und sich auch sonst eher ungläubig verhält? -> Dieser Frage sollten sich mal ein paar Hunderttausend Österreicher stellen. 

In diesem Sinne: Frohes Wintersonnenwendfest! Auch den Ungläubigen.  

Quelle: http://www.science-at-home.de/referate/weihnachten.php

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