87.393 Austritte, 53.00 Sterbefälle, 50.000 (Zwangs-)Taufen

Buskampagne 2010

Buskampagne 2010

Der Trend ist eindeutig: die Mitgliederzahlen der katholischen Kirche sinken. Von den rund 50.000 Taufen im Jahr 2009 waren nur 253 im religionsmündigen Alter von über 14 Jahren.  

Dazu Niko Alm (Buskampagne, Laizismus-Initiative, Die Konfessionsfreien) im Standard: “Selbst, wenn es nachvollziehbar erscheint, dass Eltern ihre Kinder innerhalb der Glaubensgemeinschaft erziehen wollen, widerspricht die Zwangstaufe der individuellen Selbstbestimmung in diesem höchstpersönlichen Bereich.”  

Die Buskampagne 2010 „Religionsfreiheit? Lasst uns selbst entscheiden!“ nimmt sich dieses Themas an und möchte auf zwei Dinge aufmerksam machen.  

1. Es ist Privatsache der Eltern, ihren Kindern eine religiöse oder nicht-religiöse Weltanschauung zu vermitteln. Dies ist nicht Aufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden, von Kindergärten oder Schulen. Bildung besteht in der Vermittlung von Wissen, nicht von Glaubensinhalten. Die Kampagne fordert folglich kein Taufverbot für Kinder, sondern dass eine staatliche Erfassung, die ohnehin diskussionswürdig ist, des Religionsbekenntnisses erst für über 14-Jährige überhaupt möglich ist.  

2. Im besten Fall erziehen Eltern ihre Kinder zu mündigen Menschen, die selbst entscheiden können, ob und was sie glauben wollen. Der bewusste Eintritt in eine Religionsgemeinschaft kann daher frühestens mit 14 Jahren erfolgen, und nicht automatisch (je nach Konfession) durch Geburt oder Taufe oder andere Rituale, die an Neugeborenen vorgenommen werden. Daraus ergibt sich keine weitere juristische Forderung.  

Die Kampagne versteht sich nicht als anti-religiös, sie konzentriert sich lediglich auf die Wahrung der Interessen konfessionsfreier Personen im Diesseits. Das Recht frei von Religion zu leben muss genauso geachtet werden, wie das Recht an die Dreifaltigkeit, Allah, Satan, den Weihnachtsmann oder die Unfehlbarkeit des Papstes zu glauben. Die Kampagne richtet sich somit gegen den starken und keineswegs zeitgemäßen Einfluss der Religionen auf Politik und Verwaltung, nicht jedoch gegen einen privaten religiösen Glauben.  

Die Forderung an den Staat lautet, Menschen erst ab einem bewussten Eintritt in eine Konfession (d. h. ab 14) als Mitglied dieser anzuerkennen. Kein Mensch würde auf die Idee kommen analog dazu Kinder als kommunistisch, konservativ, grün, liberal etc. zu bezeichnen, nur weil Eltern die politische Gesinnung bis zum Wahlalter festlegen können.  

www.buskampagne.at

This entry was posted in Buskampagne, Pressemitteilung, Religion and tagged , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>