Der vervielfältigte Jesus

Univ.-Prof. Dr. Heinz Oberhummer

Univ.-Prof. Dr. Heinz Oberhummer

Nach biblischer Lehre hat Gott ursprünglich eine vollkommene Welt erschaffen, die seit dem Sündenfall von Adam und Eva auf Erlösung von der Erbsünde angewiesen ist. Jesus Christus kam als Sohn Gottes auf unsere Erde und starb dafür am Kreuz. Aber was ist mit den Außerirdischen? 

Gibt es außerirdisches Leben? 

Gibt es Lebewesen außerhalb unserer Erde? Wo könnte außerirdisches Leben existieren? Wie könnte dieses entstanden sein und wie kann es sich weiter entwickeln? Wie könnten wir es entdecken? Die Wissenschaft, welche diese Fragen beantwortet, heißt Astrobiologie. Die Aussagen der Astrobiologie waren noch vor wenigen Jahren mehr oder weniger Spekulationen. Heute ist die Astrobiologie jedoch als seriöse Wissenschaft anerkannt. Es besteht nun auch eine realistische Chance, dass wir zumindest einfache Lebewesen wie Bakterien außerhalb unseres Erde auf Grund des technologischen Fortschritts in den nächsten Jahren entdecken können. 

Viele Wissenschaftler sind überzeugt, dass einfache außerirdische Lebewesen auf anderen Himmelskörpern ziemlich häufig sind. Allerdings sollten intelligente, technisch fortgeschrittene, intelligente wesentlich seltener vorkommen. Trotzdem schätzt man ab, dass es selbst unter pessimistischen Annahmen im sichtbaren Universum Millionen von solchen intelligenten Zivilisationen gibt. Eine andere Frage ist es, ob wir wegen der gewaltigen Distanzen im Weltraum jemals mit diesen kommunizieren werden können. 

Fragen zur Kreuzigung Christi 

Das Vorhandensein von Millionen intelligenter Zivilisationen wirft aber nun folgende theologische Fragen zum Sündenfall von Adam und Eva, zur Erbsünde und der Erlösung der Menschheit durch die Kreuzigung Jesu Christi auf:

Haben sich Millionen außerirdischer Adams und Evas von Millionen Teufeln verführen lassen?
Oder hat „unser“ Sündenfall von Adam und Eva alle anderen Zivilisationen mit betroffen?
Gab es auch außerirdische Adams und Evas, die der Versuchung widerstanden haben und daher den Zustand der Erbsünde nicht kennen?
Oder gibt es Millionen Erbsünden, für die dann Jesus am Kreuz starb?
Ist Jesus für uns Menschen oder für alle Zivilisationen im All auf unsere Erde gekommen?
Oder hat Gott Millionen von Söhnen – einen Erlöser für jede Welt?
Und ist Jesus Christus nur auf unserer Erde oder auch auf Millionen anderen Planeten gekreuzigt worden?
Und falls es nur einen einzigen Jesus geben, wie sollte seine Botschaft Jesu jemals diese Zivilisationen erreichen, die durch Raum und Zeit von uns getrennt sind, um sie zu erlösen? Und wie viele Zivilisationen sind schon untergegangen, noch bevor Jesus vor 2000 Jahren auf die Erde kam? 

… und keine Antworten 

Die Bibel schweigt sich über die Frage von außerirdischen Leben aus. Dort ist nur vom Verhältnis von Gott zu uns Menschen die Rede. Das christliche Weltbild ist sehr geozentrisch und legt daher die Vermutung nahe, dass die Menschheit einzigartig im All ist. Auch die heutige christliche Kirche schweigt zu in die oben gestellten Fragen. 

Vom Alter des Kosmos und der Entwicklung der chemischen Elemente her betrachtet, ist es aber durchaus plausibel, dass sich schon vor Millionen bis Milliarden Jahren auf fernen Planeten intelligentes Leben entwickelt haben könnte. Dieses intelligente Leben hat dann einen Stand von Wissenschaft und Technologie erreicht, der bei Weitem alles übertrifft, was wir bis jetzt wissen. Ein Kardinal wurde einmal gefragt, was sich in seinem Weltbild ändern würde, wenn solche Außerirdische uns besuchen würden. „Wir würden sie taufen“ war seine Antwort. Meine Frage an solche uns bei weitem überlegenen Aliens wäre aber: „Gibt es irgend einen Hinweis auf Gott?“ 

Quelle: http://sciencebusters.at/sections/science-fu/posts/209

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One Response to Der vervielfältigte Jesus

  1. Uwe Lehnert says:

    Oberhummer: “Meine Frage an solche uns bei weitem überlegenen Aliens wäre aber: “Gibt es irgend einen Hinweis auf Gott?”

    Die Antwort der Aliens würde lauten: Ja, als wir uns noch in unserer “Steinzeit” befanden, hatten wir auch die Idee eines universellen Machers, weil unsere damaligen Einsichten so dürftig waren, dass wir uns eine andere Form des Werdens unseres Weltalls einfach nicht vorstellen konnten. Später trieben wir Wissenschaft und konnten uns das alles auf natürliche Weise erklären. Heute in unserer postwissenschaftlichen Ära blicken wir mit Schmunzeln auf eine Zeit zurück, als es noch sog. Religionen gab, mit vielen selbsternannten Gottesvertretern, die alle im Alleinbesitz der Wahrheit waren und die alle umbrachten, die nicht genau so dachten, wie sie es in ihre verschiedenen heiligen Büchern hinein geschrieben hatten. In unseren Museen kann man noch studieren, wie vor Tausenden Jahren unsere Vorfahren denken und glauben mussten. Wir haben beobachtet, dass bei Euch solche halluzinatiöse Vorstellungen immer noch sehr verbreitet sind und haben Euch daher einer Enwicklungsperiode zugeordnet, die jener entspricht, als wir noch an Geister und Dämonen glaubten, eine himmlische Person anflehten und ihr durch Verzehr ihres mystisch verwandelten Leibes und Blutes glaubten verbunden zu sein.

    Quelle:
    http://www.amazon.de/Warum-kein-Christ-sein-will/dp/3939520705/ref=sr_1_1/277-8971126-8307769?ie=UTF8&s=books&qid=1248087825&sr=1-1

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