Positionen

Laizität: die Trennung von Staat und Religion

Die Trennung von Staat und Religion ist in Österreich nicht vollzogen. Den staatlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften stehen noch immer rechtliche Privilegien zu, die mit Demokratie heute und in Zukunft nicht vereinbar sind und geltendes Unrecht darstellen.

Die Konfessionsfreien streben über die Initiative Laizität für Österreich die vollständige Trennung von Staat und Religion in Österreich und die Beseitigung dieser Sonderrechte an. Religion ist Privatsache und nicht dazu geeignet eine Bevölkerungsgruppe rechtlich besser zu stellen. Der Staat darf nicht diskriminieren. Die Freiheit den Glauben gleichberechtigt auszuüben bzw. keinen Glauben auszuüben, wird durch die Laizität überhaupt erst ermöglicht. Die Beseitigung bestehender Privilegien schließt aber auch mit ein, dass staatliche/öffentliche Einrichtungen frei von religiösen Symbolen sind.

Bis heute existiert das 1933 mit dem Vatikan abgeschlossene Konkordat, aus dem sich umfangreiche Privilegien für die Katholische Kirche ergeben, die auch für die 14 anderen anerkannten Religionsgemeinschaften gelten. Die Konfessionsfreien lehnen das System der anerkannten Religionsgemeinschaften ab, bevorzugt es doch bestimmte Weltanschauungen gegenüber anderen.

Religionsfreiheit ist auch Freiheit von Religion

Die Verfassung der Republik Österreich gewährt allen Menschen einerseits die uneingeschränkte Religionsfreiheit, anderseits aber auch das Recht, ihr Leben frei von Religion zu gestalten. Die Privilegierung einer Personengruppe (insbesondere der christlich orientierten) führt unweigerlich und per Definition zur Benachteiligung anderer Personen. Mehr zu diesem Thema finden Sie auf Religion ist Privatsache.

Ethik von und für Menschen

Die Menschrechte stellen den einzelnen Menschen ins Zentrum. Der Mann/die Frau ist Kern der menschlichen Gemeinschaft, sein oder ihr individuelles Wohlergehen muss Ziel der Politik sein. Ethik ist von Menschen gemacht, um sicherzustellen, dass eine Gesellschaft funktionieren kann.

Das Ziel der Konfessionsfreien ist es nicht, Menschen zum Atheismus oder Agnostizismus zu bekehren, sondern ein wissenschaftliches Weltbild (Naturalismus, evolutionärer Humanismus -> Giordano Bruno Stiftung) zu vermitteln, d.h. den Menschen natur- und geisteswissenschaftliche Erkenntnisse näherzubringen (durchaus auch mit Humor wie es z.B. die Science Busters machen).

Warum der Religionsunterricht ein Relikt aus vergangenen Zeiten ist, können Sie auf Religion ist Privatsache lesen.